So lässt sich das unternehmerische Risiko verringern

Für unternehmerische Risiken gibt es keine Versicherungen. Die unternehmerischen Risiken lassen sich aber durch eine sorgfältige Gründungsplanung weitgehend reduzieren. Nutzen Sie für Ihre Planung die Praxishilfen zur Erarbeitung Ihres Businessplans oder das Business Model Canvas.

Zeit für Planung lassen

Eine gute Planung braucht ihre Zeit. Hier gilt (wie so oft): Sorgfalt geht vor Schnelligkeit. Zu hohes Tempo und mangelnde Sorgfalt erhöhen das Risiko.

Beratung nutzen

Sie können nicht alles wissen. Fragen Sie diejenigen, die sich in Ihrer Branche und mit Ihrem Thema auskennen. Nutzen Sie auf jeden Fall die verfügbaren Beratungsangebote.

Anlaufstellen

Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW)

Der BPW ist eine Art Intensivberatung. Er unterstützt Gründerinnen und Gründer in Berlin und Brandenburg bei der Erstellung eines Geschäftskonzepts. Der BPW findet jedes Jahr von Oktober bis Juli des Folgejahres statt und umfasst zahlreiche Angebote wie Seminare, Workshops, Netzwerkveranstaltungen und Beratungsmöglichkeiten. Außerdem können Sie Ihr Geschäftskonzept in drei Phasen online einreichen und von Branchenexperten bewerten lassen. Der Einstieg ist zu jeder Zeit möglich, die Teilnahme ist kostenfrei. Das I-Tüpfelchen ist: In jeder Wettbewerbsphase werden die besten Konzepte ermittelt und preisgekrönt. Über den gesamten Wettbewerb werden mehr als 50.000 Euro an Preisgeldern vergeben.

www.b-p-w.de

Versuch und Irrtum statt Businessplan

Noch vor wenigen Jahren wurde jeder Gründerin und jedem Gründer empfohlen, erst mit einem „runden“ Businessplan an den Markt zu gehen. Das ist längst nicht mehr (überall) so. Die Vorgehensweise vieler Start-ups bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee ähnelt eher einem allmählichen Sich-Herantasten an den Markt. So gehen viele junge Unternehmen schon mit einem Produkt auf den Markt, das oft noch gar nicht fertig ist. Das birgt nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen: durch das frühe Kunden-Feedback. Viele Start-ups modellieren ihre Geschäftsidee im laufenden Betrieb und entwickeln sie zu einem funktionierenden Geschäftsmodell weiter.

Kosten reduzieren, Finanzierungsaufwand minimieren

Vor allem für Kleingründungen und Nebenerwerbsgründungen gilt die Losung: Kosten reduzieren und Finanzierungsaufwand minimieren. Und dabei Zeit sparen dafür, das Unternehmen voranzubringen und „Geld zu verdienen“. Wie das geht, hat u.a. Günter Faltin in seinem Buch „Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen“ skizziert.

Die wichtigsten Ratschläge:

  • Investitionen vermeiden
  • Fixkosten vermeiden
  • Weniger Kosten als Konkurrenten
  • Von Anfang an hoch professionell und hocheffizient

Die wichtigsten Maßnahmen:

  • Leistungen hinzukaufen, anstatt diese selbst vorzuhalten
  • Dienstleistungen denen überlassen, die das schnell, zuverlässig und zu niedrigen Preisen erledigen: Bürodienstleistungen, Buchhaltung, Rechnungswesen, Versand usw.
  • Günstiger Einkauf über standardisierte Märkte

Versicherung  

Die Arbeitskraft von (jungen) Unternehmerinnen und Unternehmern ist ihr größtes Kapital. Die größte Gefahr besteht darin, dieses Kapital einzubüßen. Besonders wichtig sind daher alle Versicherungen, die existenzbedrohende Risiken abdecken: wenn man z.B. durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann. Möglich ist auch, sich gegen Probleme bei einer Gründung und Unternehmensführung abzusichern: beispielsweise für den Fall eines Maschinenschadens, der einen Produktionsstillstand zur Folge hat. Oder einen Datenverlust durch Computerviren in der IT.

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